.BASE - Beschreibung
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.BASE
(Basisanwendung für statistische Erhebung)
Für die prüfungs- und datenbezogene Spezifikation von Datenstrukturen und Plausibilitätsprüfungen und Spezifikation, Produktion und Präsentation von statistischen Auswertungen werden standardisierte Werkzeuge als IT-Standardprodukte für die dezentrale Aufgabenerledigung in den Fachabteilungen zur Verfügung gestellt. Diese IT-Standardprodukte sind in das .BASE-System integriert und stehen verbundweit auf einer einheitlichen Metadatenbasis zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um Werkzeuge, die zur Aufgabenerledigung der Fachbereiche, in enger Zusammenarbeit zwischen dem Statistischen Bundesamt und den statistischen Landesämtern, zur Unterstützung der statistischen Leistungsprozesse zum Einsatz kommen. Im Rahmen der Standardisierung von Geschäftsprozessen wurde der Einsatz flexibler Auswertungsverfahren für Standard- und ad hoc-Auswertungen als Optimierungsziel festgelegt. Als Bestandteil des umfassenden .BASE-Systems wurde hierzu die Komponente STATSPEZ - (STAtistische TabellenSPEZifikation) entwickelt und bereitgestellt. Es handelt sich hierbei um eine Client/Server-basierte .BASE-Komponente zur grafisch unterstützten Entwicklung von Datensatzbeschreibungen, Spezifikationen auf Basis der Datensatzbeschreibungen und dem Entwurf von statistischen Tabellen, sowie einem integrierten Produktionssystem. In diesem Zusammenhang wurden im Statistischen Bundesamt XML-Formate für die Beschreibung von statistischen Daten und Tabellen entwickelt (DatML, TabML), die als Standard eingeführt seit März 2003 eine stärkere Automatisierung der Aufbereitungsprozesse ermöglichen. Speziell im Bereich der Plausibilisierung (PL) von Daten werden die Nutzer in den Fachabteilungen durch einen integrierten leistungsfähigen PL-Editor mit einer nutzerfreundlichen Spezifikationssprache unterstützt. Vorhandene PL-Spezifikationen können auch fachbereichsübergreifend mehrfach genutzt und z.B. unmittelbar für die Einbindung in elektronische Fragebögen (Interneterhebungen), oder zur Ausführung in Fachanwendungen verwendet werden. Die Zusammenarbeit der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder mit zum Teil mehreren Standorten wird über das .BASE-System durch die Möglichkeit der gemeinsamen Entwicklung und Nutzung einheitlicher Metadaten und Auswertungsprogramme wesentlich gefördert. Die im .BASE-System anfallenden Metadaten werden über einen zentralen ‚Masterserver’ im Statistischen Bundesamt automatisiert und zeitnah auf die .BASE-Server der Landesämter gespiegelt. Die Synchronisation der zentral vorgehaltenen Inhalte mit den dezentralen Nutzungsstellen in den Statistischen Landesämtern erfolgt dynamisch über das Testa-Netz. Bestandteil des .BASE-Systems ist eine integrierte Benutzer- und Objektverwaltung, über die die Bearbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten von Objekten geregelt werden. So haben z.B. nicht alle Benutzer die Berechtigung, Objekte anzulegen oder zu verändern, andererseits können Objekte von berechtigten Benutzern weiteren Benutzern derselben oder anderer Organisationen zur Verwendung zur Verfügung gestellt werden. In der Praxis könnte z.B. die für eine Statistik zuständige Fachabteilung eines Amtes Datensatzbeschreibung(en) und zugehörige Spezifikationen entwickeln und pflegen, diese Objekte selbst zur Erstellung statistischer Tabellen verwenden und/oder einem programmierenden Amt zur Verfügung stellen. Dabei werden vom System Verwendungsnachweise zu Objekten geführt, bei Veränderungen an benutzten Objekten werden die benutzenden Objekte (z.B. Programme, Spezifikationen) aktualisiert.
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